Amnesty-Stand am kultURKNALL 2019

Vom 18. bis 21. Juli 2019 fand unter dem Motto „Seidl für alle“ der kultURKNALL im Seidlpark in Murnau statt. Es gab unter anderem Theateraufführungen, eine Open-Air-Kopfhörerparty, ein Gartenfest, eine Standmeile, Parkführungen sowie der bei Familien beliebte KinderkultURKNALL.  Amnesty Murnau war wie jedes Jahr an der Standmeile mit dabei. Infobroschüren und Petitionen lagen aus. Viele Menschen kamen an unseren Stand und informierten sich über unsere Arbeit. Es gab interessante Diskussionen und einen regen Austausch über Menschenrechte, das Schicksal von Geflüchteten und wie man ihnen helfen kann.

Unsere Petitionen zum Schicksal von ausgewählten, gewaltfreien, politischen Häftlingen fanden reges Interesse.

  • Die bekannte iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh ist in zwei unfairen Gerichtsverfahren zu 38 Jahren Gefängnis und 148 Stockhieben verurteilt worden. Die gegen sie erhobenen Anklagen basieren lediglich auf ihrer friedlichen Menschenrechtsarbeit wie z. B. ihrem Engagement für Frauenrechte und ihrer Kritik an der Todesstrafe. Sie ist eine gewaltlose politische Gefangene, die umgehend und bedingungslos freigelassen werden muss. 200 Menschen unterschrieben diese Petition
  • Die Menschenrechtsverteidigerin und Rechtsanwältin Eren Keskin setzt sich seit Jahrzehnten unbeirrt für die Menschenrechte in der Türkei ein. So unterstützt sie beispielsweise Frauen, die Opfer sexualisierter Gewalt geworden sind. In einzelnen der „Özgür Gündem“-Verfahren sind bereits in erster Instanz Urteile ergangen. Die dabei verhängten Strafen beliefen sich bis Mai 2019 bereits auf insgesamt sechzehn Jahre und drei Monate Haft sowie hohe Geldstrafen. Sollte sie rechtskräftig verurteilt und inhaftiert werden, wäre dies ein schwerer Schlag für den Menschenrechtsschutz in der Türkei und für all diejenigen Opfer von Menschenrechtsverletzungen, denen Eren Keskin zur Seite steht. 160 Menschen unterschrieben die Petition
  • Der mexikanische Land- und Umweltrechtsverteider Julián Carrillo wurde am 24. Oktober 2018 von Unbekannten erschossen. Als Führer der indigenen Gemeinde der Rarámuri Coloradas de la Virgen engagierte er sich öffentlich gegen Abholzung, Bergbau sowie den Drogenanbau durch kriminelle bewaffnete Gruppen in seiner Heimatregion. Unterstützt wurde er dabei durch die Organisation Alianza Sierra Madre A.C. (ASMAC). Wir fordern eine unabhängige Untersuchung an dem Mord. Die mexiaknische regierung wurde aufgefordert dass der Gemeinschaft in Coloradas de la Virgen das Recht auf ihr Territorium garantiert wird. 117 Menschen unterschrieben die Petition

     

Zudem wurde wieder einges in unsere Sammelbüchse gelegt. Vielen Dank an alle, die sich für die Verteidigung der Menschenrechte eingesetzt haben.

 

18. September 2019