Am 21. März ist der internationale Tag gegen Rassismus.

Da stellt sich erst mal die Frage, was Rassismus eigentlich bedeutet. Im klassischen Sinne ist Rassismus ein Konzept, das Menschen in biologische  Gruppen, „Rassen“  einteilt und diese hierarchisch ordnet. Das bedeutet, dass sich eine Gruppe der anderen als überlegen darstellt. Diese pseudobiologische  Ideologie diente dazu, den Kolonialismus, die Sklaverei, die Verbrechen der Nazis und  Apartheidregime zu legitimieren. Nach dem 2. Weltkrieg erweiterte sich der Rassismusbegriff . Wenn Menschen wegen ihrer äußeren Erscheinung, ihrer Nationalität oder Religion herabgesetzt werden, ist dies rassistisches Verhalten.

Wer die Nachrichten verfolgt, wird  täglich an rassistisches Unrecht  auf der ganzen Welt erinnert. Bei  amnesty international wird  mit „Urgent Actions“  auf Fälle aufmerksam gemacht in denen Menschen unter anderem wg. ihrer Glaubenszugehörigkeit oder ihrer Ethnie verhaftet und oft auch gefoltert werden. Bei den Briefen gegen das Vergessen schreiben wir an Botschafter, Minister und  Staatsoberhäupter und fordern die Freilassung von Inhaftierten.  Leider sind die Haftgründe oft auch rassistisch bedingt. Wir müssen aber gar nicht so weit über den Tellerrand schauen um sich gegen Rassismus einzusetzen. In unserem täglichen Umfeld passiert rassistisch bedingtes Unrecht. Hier gilt es Farbe zu bekennen und dagegen Position zu beziehen. Rassismus geht uns alle an. Wir von der Amnestygruppe Murnau nehmen Rassismus persönlich. Das sollte jeder tun.

Wir müssen lernen, entweder als Brüder miteinander zu leben oder als Narren unterzugehen. (Martin Luther King)